…und meine Kunst
Meine Kunst entsteht im Dialog zwischen Intuition und Material. Ich arbeite in vielen Schichten – mit Collage, Acryl, Zeichnung und Strukturen – und lasse Bilder wachsen, statt sie zu planen. Jede Lage trägt ihre eigene Geschichte, ein Echo früherer Entscheidungen, Spuren von Zufall und bewusster Geste.
Mixed Media ermöglicht mir ein freies Zusammenspiel von Techniken und Emotionen. Ich schichte, löse, überarbeite und entdecke auf dem Weg immer wieder neue Verbindungen. Prozesse wie Übermalen, Verdecken und freilegen sind ein fester Bestandteil meiner Arbeit. So entstehen Werke, die Bewegung, Tiefe und Wandelbarkeit sichtbar machen.
In meiner Kunst suche ich nicht nach Perfektion, sondern nach Wahrhaftigkeit. Die Arbeiten dürfen roh sein, chaotisch, zart, laut oder leise – Hauptsache echt. Ich vertraue dem Prozess und lade Betrachter*innen ein, eigene Bedeutungen in den vielschichtigen Oberflächen zu finden.
In meiner künstlerischen Arbeit spielt das Experiment eine zentrale Rolle. In meinen Mixed-Media-Arbeiten verbinde ich unterschiedliche Materialien, Strukturen und Techniken zu vielschichtigen Bildwelten. Der offene Prozess und das Entdecken neuer Möglichkeiten sind dabei ein wichtiger Teil meines Schaffens.
Neben dieser Arbeitsweise bildet die Cyanotypie einen eigenen Werkzweig meiner Kunst. Dieses historische fotografische Edeldruckverfahren fasziniert mich durch seine Verbindung von Licht, Chemie und Handwerk. So entstehen charakteristische blaue Bilder, die Natur, Formen und Spuren auf besondere Weise sichtbar machen.
Als Beety, der Name mit dem ich seit Ende 2025 signiere, stehe ich für freie Kunst, die sich nicht festlegt, sondern entfaltet. Für Ausdruck in vielen Lagen. Für Mut, Gefühl und lebendige Transformation.
Ich habe meine künstlerische Praxis über viele Jahre hinweg sowohl autodidaktisch als auch durch eine Vielzahl von Workshops, Kursen und mehrjährigem Unterricht aufgebaut. Dabei erhielt ich eine fundierte Ausbildung bei bekannten Künstlerinnen und Künstlern, die meine Arbeitsweise maßgeblich geprägt haben.
Im Fokus standen Malen und Zeichnung, Mixed-Media-Techniken sowie abstrakte und figurative Gestaltung.
Derzeit professionalisiere ich meine künstlerische Arbeit im Studium an der FAFM Düsseldorf.
Die lange Geschichte
Seit über 45 Jahren verdiene ich meinen Lebensunterhalt mit meiner Arbeit in einem analytischen Labor.
Dass die Kreativität und die Kunst schon immer wichtiger Bestandteil meines Lebens war, können viele nicht verstehen, diese beiden Berufe passen einfach nicht zusammen, oder? Doch, es sind 2 verschiedene Aspekte meiner Persönlichkeit.
So nutze ich meine Kreativität im Labor um Lösungen zu finden, die nicht so direkt auf der Hand liegen. Und im Atelier kommt mir meine Experimentierfreude und auch meine strukturierte Herangehensweise an neuen Techniken zugute.

Das Drängen einer Freundin, doch zusammen ein Atelier zu mieten gab dann den Anstoß, der Kunst endlich einen wesentlich bedeutenderen Teil in meinem Leben zu geben, als es vorher war. Aus einem Hobby wurde eine Leidenschaft, wie ein zweiter Beruf.
Wenn ich manchmal ein wenig wehmütig zurückschaue: was hätte sein können, wenn ich Kunst studiert hätte? Ist die Antwort eigentlich immer: mit Kunst verdient man kein Geld, du hättest dann eh was anderes machen müssen. Aber, wer weiß?
Warum denkt man immer so negativ? Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen, aber Fakt ist, dass ich mich habe zurückschrecken lassen. Die Welt der Kunst war eine so völlig andere als meine vertraute, kurz, mir fehlte der Mut.
Aber heute ist die einzige Zeit in der wir leben. Gestern ist vorbei und wer weiß was morgen ist. Und heute kann ich all meine Energie in die Kunst stecken. Denn das kreative Schaffen macht mich glücklich – und das schafft die nötige Energie sehr viel zu lernen.
Es ist so toll, sich weiter zu entwickeln und ich bin stolz auf das was ich erreicht habe.
