Cyanotypie – Spuren im Blau
Licht, Zeit und Chemie verbinden sich in der Cyanotypie zu Bildern von besonderer Tiefe. Das intensive, leuchtende Blau verleiht den Arbeiten eine ruhige, fast meditative Atmosphäre.
Die Cyanotypie bildet einen eigenen Werkzweig meiner künstlerischen Arbeit. Besonders fasziniert mich die Chemie hinter diesem historischen fotografischen Edeldruckverfahren – vielleicht auch geprägt durch meinen beruflichen Hintergrund. Gleichzeitig eröffnet mir die Technik einen großen experimentellen Raum, in dem Materialien, Formen und natürliche Strukturen immer wieder neue Bildwelten entstehen lassen.
Für eine Cyanotypie wird Papier oder Stoff mit einer lichtempfindlichen Lösung aus Eisenverbindungen beschichtet. Pflanzen, Objekte oder Negative werden darauf platziert und anschließend mit Sonnenlicht oder UV-Licht belichtet. Beim Auswaschen im Wasser entwickelt sich das charakteristische tiefe Blau, das den Bildern ihre besondere Ausstrahlung verleiht.
Jede Arbeit ist dabei ein Zusammenspiel aus Licht, Material und Zeit – und immer auch ein kleines Experiment.


